Erfahrungen der offenen Ganztagsgrundschule vorgestellt

 SPD-Mitglieder besuchten Gilbergschule

Mitglieder des SPD-Ortsvereins Siegen-Süd, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Siegen, darunter der Fraktionsvorsitzende Detlef Rujanski, besuchten die Gilbergschule, um sich über die ersten Erfahrungen nach der Umwandlung zur offenen Ganztagsgrundschule zu informieren.

Die Schulleiterin Birgit Stahl berichtete, dass zurzeit der erste Erfahrungsbericht für die städtischen Gremien erarbeitet wird. „Bereits jetzt kann man sagen, dass die Ergebnisse dieses Berichtes durchweg positiv sein werden.“, so Stahl. Lediglich die zurzeit noch vorliegende Entfernungs- und Raumsituation vor Ort sei schwierig. Dies würde sich aber nach den Umbaumaßnahmen, geplant sei die Errichtung eines zweistöckigen Containerbaus ab den Osterferien, durch den Umzug in diese neuen Räumlichkeiten entspannen, so die Schulleiterin weiter.

Schulleiterin Birgit Stahl (vorne links) empfing Mitglieder der SPD, darunter den Fraktionsvorsitzenden Detlef Rujanski (3. von rechts), vor der Villa Kunterbunt, um über ihre ersten Erfahrungen als Leiterin der offenen Ganztagsgrundschule zu berichten

Neben dem städtischen Jugendtreff in Eiserfeld sind der örtliche Sportverein RSV Eiserfeld sowie die Evangelische Kirchengemeinde als Kooperationspartner im Konzept der offenen Ganztagsgrundschule eingebunden. Mit deren Hilfe kann ein breites Spektrum in den Nachmittagsstunden den Schülerinnen und Schülern angeboten werden. Nach den Hausaufgabengruppen werden Kurse im Töpfern, Handball, Fußball, Musik, Tanz, und Jonglieren angeboten. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die Computer-AG.   Defizite der Schülerinnen und Schüler können in speziellen Fördergruppen ausgeglichen werden, so z.B. im Fach Deutsch für Migrantenkinder. Diese Angebote, die unter den Schlagworten „Fördern und Fordern“ stehen, werden von den rund 60 Kindern gerne angenommen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Detlef Rujanski betonte den bildungspolitischen Auftrag der offenen Ganztagsschulen: „In den Nachmittagsstunden werden die Schülerinnen und Schüler nicht nur betreut, sondern auch gezielt bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben unterstützt. Ihnen werden bedarfsgerechte Förderangebote unterbreitet sowie kreative Freiräume gelassen.“

Laut einer anonymen Befragung beurteilen die Eltern das Spiel- und Förderangebot, sowie das soziale Lernen und die Hausaufgabenbetreuung als „gut“ bis „sehr gut“, so berichtete Birgit Stahl. Weiterhin können die Eltern eine „positive Leistungsstärkung“ bei ihren Kindern erkennen. Kritik gab es vereinzelt für das Mittagessen. Dies lag aber hauptsächlich darin begründet, dass einige Kinder normale „Hausmannskost“ gar nicht mehr gewöhnt waren, sondern nur noch „Fast Food“ kannten.

Corinna Irle, stellvertretende Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss, sicherte die Unterstützung der SPD-Fraktion bei der weiteren Entwicklung der Ganztagsgrundschulen in Siegen zu: „Da die SPD-Fraktion die Einführung der offenen Ganztagsgrundschule stets befürwortet hat, werden wir uns auch weiterhin für eine Umwandlung von Grundschulen in Siegen in offene Ganztagsgrundschulen einsetzen.“

Zum Abschluss führte Birgit Stahl die Delegation der SPD durch die Räumlichkeiten der Schule. Dabei wurde auch die Villa Kunterbunt besichtigt, in der die Schülerinnen und Schüler nachmittags betreut werden.

 

Siegen, den 21. März 2006

 

 

 

Eigener Pressebericht