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Pressemitteilung 09.03.09

Detlef Rujanski

 

Siegener SPD-Fraktion zu Gast bei den VWS:

Beschwerden über überfüllte Busse weitergegeben

 

Da sich die Beschwerden über zu wenige und teilweise überfüllte Busse insbesondere im Schulbusverkehr und zwischen Weidenau-Bahnhof und der Universität in der letzten Zeit gehäuft haben, nutzte die Siegener SPD-Fraktion bei einer Firmenbesichtigung der VWS die Gelegenheit, diese Beschwerden an die Firmenleitung weiterzugeben.

Heinz-Jürgen Reining (4.v.l.), Geschäftsführer der VWS, erläuterte, dass dieses Problem bekannt sei. Dies liege insbesondere daran, dass der Schulbeginn aller Schulen in etwa zur gleichen Zeit stattfinde und die Schülerinnen und Schüler überwiegend den letzten Bus zur Schule nutzen würden. „Die Problematik kann entschärft werden, wenn entweder die Anfangszeiten der Schulen teilweise verändert werden oder die Schülerinnen und Schüler einen früheren Bus zur Schule nehmen“, schlägt Reining als Lösung vor. Ähnlich verhalte es sich mit dem Verkehr zum Haardter Berg. Hier bieten die VWS schon mehr Busse auf, als sie vertraglich verpflichtet seien einzusetzen, um die Studierenden morgens pünktlich zur Universität zu fahren. Weitere zusätzliche Busse könnten jedoch nicht mehr eingesetzt werden, da die VWS dann an ihre betrieblichen Möglichkeiten stoßen würden. Geplant ist allerdings, den Haardter Berg in Zukunft ausschließlich mit Gelenkbussen anzufahren, da mit diesen Bussen mehr Fahrgäste befördert werden könnten. Diese zusätzlichen Fahrzeuge müssen allerdings erst noch angeschafft werden, was in den nächsten Jahren geschehen soll.

Über die Anschaffung des dynamischen Fahrgastinformations- und Busdispositionssystems für den ZOB unterrichtete Gerhard Bettermann, stellvertretender Betriebsleiter der VWS, die SPD-Stadtverordneten. Noch in 2009 sollen die fahrzeugseitigen Voraussetzungen geschaffen sowie ein Hintergrundsystem angeschafft werden, welche zur Einführung eines  elektronischen Fahrscheins notwendig sind. Die Ausschreibung des Fahrgastinformations- und Busdispositionssystems soll dann im Jahr 2010 erfolgen. Mit der Einführung dieses Systems können den Fahrgästen die An- und Abfahrtszeiten der Busse samt zugehöriger Haltestelle angezeigt werden. Insgesamt sind Investitionen in einer Größenordnung von 5,4 Mio. € angedacht, wovon ca. 3 Mio. € bezuschusst werden.

Der SPD-Stadtverordnete Günther Langer (5.v.l.) bat in diesem Zusammenhang um eine Absprache mit der Blinden- und Sehbehindertenvereinigung, da die Busse nach Einführung des neuen Systems nicht mehr von der gewohnten Haltestelle der Sehbehinderten aus abfahren werden.

Ein weiteres Thema war die Diskussion um die Ausstattung der Busse der VWS mit Winterreifen. VWS-Betriebsratsvorsitzender Hans-Dieter Diehl versicherte, dass alle Busse mit der gesetzlich vorgeschriebenen Bereifung den Betriebshof verlassen. Wegen der Spursicherheit werden allerdings auf den Lenkachsen keine Winterreifen montiert, sondern Ganzjahresreifen. „Dies führt jedoch sogar zu einer besseren Fahrsicherheit“, so Diehl.

„Die Einführung des Schülertickets in 2007 kann als Erfolg angesehen werden, denn inzwischen sind 5000 Karten verkauft“, freute sich nicht nur Albert Krumm (l.), Prokurist der VWS, sondern auch Detlef Rujanski (7.v.l.), Fraktionsvorsitzender der SPD. „Für die Einführung des Schülertickets mussten wir dicke Bretter bohren. Umso schöner, wenn das Schülerticket jetzt so gut angenommen wird“, so Rujanski weiter, denn insgesamt 8 Schulen bieten dieses Ticket inzwischen in Siegen an. Die VWS konnten unterm Strich etwa 500 Neukunden durch das Schülerticket gewinnen, erläuterte Krumm.

Abschließend zeigten sich die SPD-Mitglieder erfreut, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VWS, sofern es zum Verkauf kommt, wirtschaftlich nicht schlechter gestellt werden. „Unsere grundsätzliche Kritik an dem Verkauf der VWS durch die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe aber bleibt bestehen. Der ÖPNV gehört einfach in kommunale Hände“, macht Rujanski den Standpunkt der SPD klar.

 

Siegen, den 09.03.09